Neurologische Praxis Jung

Christoph M.  J u n g  –  Ihr Neurologe in Meschede

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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

Neurologische Praxis Jung

Christoph M. Jung – Facharzt für Neurologie


Verkehrsmedizin – Ernährungsmedizin

Sozialmedizin – Rehabilitationswesen

Ärztliches Qualitätsmanagement

Geriatrische Grundversorgung

Medizinische Begutachtung


Adresse

Kampstr. 20, 59872 Meschede

Kontakt

Tel.: 0291 / 90216 – 26

Fax: 0291 / 90216 – 27

Öffnungszeiten

Montag09 – 12 Uhr
15 – 17 Uhr
Dienstag09 – 12 Uhr
15 – 17 Uhr
Mittwoch09 – 12 Uhr
Donnerstag09 – 12 Uhr
15 – 17 Uhr
Freitag09 – 12 Uhr

Die Praxis ist ab Montag, den 22. Juni 2026,

bis Freitag, den 03. Juli 2026 geschlossen.

Unsere Vertretung übernimmt:

Dres. S. Kulaksiz und A. Dushin
Marktstraße 8 in 59494 Soest
Tel.: 02921 / 16079

Ab Montag, den 06. Juli 2026, sind wir wieder für Sie da!


Termine nach Vereinbarung
Hausbesuche in Pflegeheimen der Umgebung

Zur offenen Sprechstunde informieren Sie sich bitte hier.


Offene Sprechstunde

Die offene Sprechstunde nach TSVG findet während der Öffnungszeiten zwischen 10:00 und 11:00 Uhr statt.

In dieser Zeit können maximal 4 Patienten zusätzlich behandelt werden. Die offene Sprechstunde ist für Notfälle und dringende Anliegen gedacht, nicht für Zweit-, Dritt- oder Viertmeinungen. Sie wird auf der Basis des vom Bundestag beschlossenen TSVG angeboten. Da meine Praxis ohnehin mit maximaler Auslastung arbeitet, werden durch diese Maßnahme des Gesetzgebers keine zusätzlichen Möglichkeiten zur Behandlung geschaffen, sondern nur die Wartezeiten auf einen regulären Termin verlängert.

Gesetz zur GKV-Beitragssatzstabilisierung

Liebe Patientinnen und Patienten,

aus aktuellem Anlass muss ich Sie über bevorstehende Änderungen Ihrer Versorgung informieren. Es sind Änderungen geplant, die Bundesregierung nennt es „Gesetz zur GKV-Beitragssatzstabilisierung“, die zu einem deutlichen Einbruch der Ihnen angebotenen Leistungen in meiner Praxis und zu einem Kahlschlag im Gesundheitssystem führen werden, den jeder von Ihnen mehr als deutlich spüren wird.

Aktuell behandele ich in meiner Praxis ca. 2000 bei den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) versicherte Patienten pro Quartal. Durch die Behandlung dieser wurde im Jahr 2025 ein Umsatz generiert, der zu 96,3% von den Betriebskosten der Praxis inkl. der Gehälter meiner Mitarbeiter wieder aufgefressen wurde. Man könnte also sagen, die GKV deckte die Betriebskosten, Rücklagen für neue Geräte sowie mein eigenes Gehalt wurden über die Behandlung von Privatpatienten erwirtschaftet. Das war früher anders, so lagen der Betriebskostenanteil 2017 noch bei 87,4%. In der Zwischenzeit haben die Coronapandemie sowie Kriege und die dringend notwendige Anpassung der Gehälter meiner Mitarbeiter die Kosten steigen lassen, während sich die Einnahmen pro Behandlungsfall nicht wirklich erhöht haben.

Der Fallwert, d.h. der Betrag, der maximal für die Behandlung eines Patienten im Quartal erstattet wird, lag im Versorgungsbereich der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) im 4. Quartal 2016 bei 46,48 € und im 4. Quartal 2025, also 9 Jahre später, bei 50,98 €. Das ist eine Steigerung von 9,68% in 9 Jahren. Im selben Zeitraum lag die Inflationsrate bei zusammen 29%. Die Anpassung der ärztlichen Leistungen wurde mehrfach von der Politik verweigert, es gab einzelne Steigerung im Punktewert, mit welchem der Wert einzelner Untersuchungen berechnet wird. Diese Anpassungen sind aber „wertlos“, wenn der maximale Fallwert nicht steigt.

Eine weitere Größe, mit der die Anzahl der zu behandelnden Patienten vom System begrenzt wird, ist die Durchschnittsfallzahl pro Quartal. Diese liegt im Versorgungsgebiet der KVWL in diesem Quartal für das Fachgebiet der Neurologie bei 990 Fällen und darf um max. 50% überschritten werden. Wenn ich also mehr als 1485 Patienten behandele, gibt es Abzüge. Ich habe es in der Vergangenheit trotzdem getan.

Die einzige sinnvolle Neuerung waren die zusätzlichen Leistungen, die für die Behandlung von dringenden Fällen nach Vermittlung durch die Hausärzte oder die Terminservicestellen eingeführt wurden. Diese waren bis jetzt extrabudgetär, d. h. man konnte diese Patienten zusätzlich behandeln und bekam, wenn der Termin innerhalb von 4 Tagen lag, 100% mehr. Im 4. Quartal 2025 habe ich 321 Patientin entsprechend behandelt und damit 20% des Quartalumsatzes generiert.

Und jetzt sollen nach der geplanten Gesundheitsreform jegliche extrabudgetäre Leistung wegfallen. Schon alleine dadurch kann ich dann diese 321 Patienten nicht mehr behandeln. Zusätzlich sollen die Leistungen im Fachbereich der Neurologie nach den aktuellen Berechnungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigungen (KBV) um ca. 16% reduziert werden. Das Ganze soll nach dem Wunsch der aktuellen Bundesregierung schon am 1.10.2026 in Kraft treten. Es bedeutet, dass ich dann ab dem 4. Quartal 2026 nur noch ca. 1250 – 1300 Patienten behandeln darf, vorher waren es 2000.

Für mich bedeuten diese Regelungen eine Reduktion meiner Einnahmen aus der Behandlung von GKV-Patienten um ca. 180.000, – € im Jahr. Damit ist die Praxis so, wie sie aktuell läuft, wirtschaftlich nicht mehr führbar. Ich werde daher zwei Mitarbeiterinnen, die beide bei mir die Ausbildung gemacht haben und die ich beide sehr schätze, entlassen und auch im Frühjahr 2027 die aktuelle Auszubildende nicht übernehmen.
Für Sie, meine lieben Patientinnen und Patienten, bedeutet dieses, dass ich Ihre gewohnte Versorgungsqualität nicht mehr anbieten kann. Ich kann dann nur noch ein Problem im Quartal behandeln, das nächste ist dann im nächsten Quartal dran. In der Vergangenheit habe ich weitere Untersuchungen durchgeführt, auch, wenn sie nicht bezahlt wurden. Deren Gegenwert lag Quartal für Quartal bei 15 – 20.000 €. Das ist zukünftig nicht mehr umsetzbar. Die Wartezeiten auf Termine werden weit über ein Jahr betragen. Das ist nicht meine Vorstellung von Medizin, aber der Wille der aktuellen Bundesregierung.

Aber es kommt noch schlimmer. Anfang 2027 soll zusätzlich das Primärarztmodell in Kraft treten. Dann müssen Sie sich vor dem Besuch in meiner Praxis oder meinem Hausbesuch im Heim eine Überweisung beim Hausarzt holen. Ich befürchte, dass hierbei vor allem die Schwächsten der Gesellschaft, alte Menschen, insbesondere solche im Pflegeheim, Behinderte und schwer beeinträchtigte Patienten auf der Strecke bleiben werden.

Aus meiner Sicht ist die Arbeit, die hier von der Bundesregierung abgeliefert wird, mehr als nur mangelhaft, es ist ein Armutszeugnis. Nachdem schon Bildung und Infrastruktur zu Tode gespart wurden, wird jetzt das Gesundheitssystem fertig gemacht. Statt an der Einnahmenseite zu arbeiten, wie es jeder Unternehmer tun würde werden die Ausgaben begrenzt, während die Kosten der Leistungserbringer weiter steigen. Es wird weiter dabei zugesehen, wie in Deutschland erzielte Gewinne irgendwo anders versteuert werden, nur nicht bei uns. Ein Heer von 7 Mio. Minijobs macht die Wirtschaft rentabel, zahlt aber keine wirklichen Sozialversicherungsbeiträge, daher auch keine Krankenversicherungsbeiträge, und sorgt damit zusätzlich für Altersarmut, die dann mit Steuergeldern aufgefangen werden muss. Ich habe Patienten, die weit über ein Jahr auf einen Psychotherapieplatz warten müssen und dabei konstant Arbeitsunfähig sind. Das System zahlt also lieber Krankengeld statt Behandlungen. Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben.

Helfen Sie mit, fordern Sie unsere Bundestagsabgeordnete aus dem Sauerland auf, endlich ihre Arbeit zu machen statt Ihr Recht auf eine angemessene Behandlung abzuschaffen. Schreiben Sie an:
Herrn Friedrich Merz, unseren Bundeskanzler, Vertreter des HSK für die CDU:

https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/M/merz_friedrich-1046080
oder
friedrich.merz@bundestag.de

Herrn Dirk Wiese, Vertreter des HSK für die SPD:
https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/W/wiese_dirk-1048128
oder
dirk.wiese@bundestag.de

Frau Nina Warken, Bundesgesundheitsministerin:
https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/W/warken_nina-1047986
oder
nina.warken@bundestag.de

Teilen Sie Ihnen mit, dass Sie nicht schweigend in der Nacht untergehen möchten, dass Sie Ihr Recht auf eine angemessene Versorgung einfordern und diese Reform so nicht möchten. Leisten Sie Widerstand gegen die Beschneidung Ihrer Leistungen – das Recht haben Sie!!!T


Unser Patenkind

Die Praxis hat ein Kind bekommen: Wir haben uns im Sommer 2017 entschlossen, ein Patenkind über World Vision zu unterstützen. Das ist Aminata aus Sierra Leone, sie ist im Dezember 2017 ganze 10 Jahre alt geworden: Wir finden es wichtig, Menschen in Regionen der Erde, in welchen die wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht so gut sind wie bei uns in Deutschland, zu helfen und würden uns freuen, wenn auch andere ein Patenkind unterstützen würden: http://www.worldvision.de

Bild von unserem Patenkind